, Anton A. Keller

Die verlorene Melodie 2000

Weihnachten ist ein idealer Termin für ein grösseres Chorprojekt.

1. Der rote Faden

Weihnachten ist ein idealer Termin für ein grösseres Chorprojekt. Aber: „Wir wollten nicht Weihnachtslieder singen, das machen andere auch“. Also musste etwas neues gefunden werden.

Eine neue Geschichte, die zum Weihnachtsthema passt, so die Gedanken der zwei Initianten Aldo Gilardoni und Hans Helbling. Die Idee war also geboren, bzw. ausgeheckt, nun verfolgen die beiden beharrlich den Weg Schritt für Schritt.

Als Texterin konnte Brigitte Fischer gewonnen werden. Als „Gegenleistung“ bringt sie die Schülerinnen und Schüler der aktuellen 5./6. Klasse mit in das «Unternehmen».

Irgendetwas fehlte noch. Ach ja, ein Chor sollte ja singen, und nicht einfach einen Text sprechen. Also suchten Hans Helbling und Aldo Gilardoni nach einem geeigneten Komponisten. Sie wurden fündig in der Person von Christoph Kobelt, der Musikpädagoge ist und viel Erfahrung in der Vertonung von Texten hat. (Aktuelles Beispiel: Max und Moritz in Tönen, zu bestellen als CD beim Autor.)

So entstand ein Gesamtwerk, „ein szenisches Oratorium“, wie Hans Helbling meint. Thema dieses Werks ist eine alte, beinahe vergessene Melodie, die von Liebe, Hoffnung und Frieden erzählt.

2. Die Übung

Damit schon von Anfang an die Melodien nach den Ideen des Komponisten einstudiert werden können, setzen sich die Chorleiter jeweils vor den Proben jedes Liedes mit dem Komponist zusammen. Wichtig ist das vor allem, weil viele Chormitglieder keine Noten lesen, sondern die Melodie über das Hören und Nachsingen lernen.

Insgesamt sind elf Lieder zu üben, wobei meist die Männerstimmen zweistimmig und die Frauenstimmen ebenfalls zweistimmig sind. So singen jeweils die Soprane, Alt, Tenöre und Bässe zu weit eine Stimme. Trotzdem liegen noch viele Proben vor den Sängerinnen und Sängern, bis das Werk aufführungsreif ist. Dennoch sollen „die Leute nicht überstrapaziert werden“, denn wir sind keine Profichöre.

3. Die Ausführung

Während die Lieder eingeübt werden, stehen auch andere Probleme an, die gelöst werden wollen. Schliesslich soll das Werk in vier verschiedenen Kirchen aufgeführt werden. Aufstellung der Chöre und Handlungsorte müssen an jeden Aufführungsort individuell angepasst werden.

Darüber hinaus könnte mit diesem Werk der Zusammenhalt der Chöre im oberen Seebezirk gefördert werden. Das althergebrachte Vereinsdenken wird in neue Bahnen gelenkt.